Mein Jahr mit der KTM 790 Duke – Erfahrungen

Nachdem ich im April die KTM 790 Duke schon Probe gefahren hatte, stand für mich fest, „du bist mein!“ Also mit Stefan von „STEGA RACING, WORMS“ vereinbart, ich nehme den Vorführer, wenn der Preis passt.
Stefan dachte an mich und so kam in unserem Kroatien-Urlaub die entscheidende Mail, „dass Motorrad steht zum Verkauf!“ Der Preis passte und ich kaufte das Motorrad noch von Kroatien aus.

Direkt am ersten Tag nach der Heimreise, direkt zu STEGA und die KTM in Empfang genommen. Und was soll ich sagen, geil! So sind bis heute schon rund 5000 zusätzliche Kilometer auf dem Tacho.

Wenn die Liebes Blindheit nachlässt

Ganz fehlerfrei verliefen diese aber nicht. Die meisten Dinge waren Kleinigkeiten, die man selbst oder wie Werkstatt in ein paar Minuten beseitigt hatte. Hier findest du meine Probleme und Lösungen.

Nach dem ersten Wau, kam stellenweise auch die Ernüchterung. Leider bin ich von meinem 2-Zylinder in der Honda NC750X DCT verwöhnt. Dieser hatte einen super runden Lauf. Die KTM 790 Duke dagegen ist etwas ruppiger und schlägt bei wenig Zug an der Kette, mit eben dieser. Auch dies kann man mit Pflege (Kette Spannung) etwas in den Griff bekommen.
Ansonsten ist die KTM 790 Duke ein Tier. Sie ist ultraleicht, wendig, agil und schnell. Das Fahrwerk ist absolut ok für die Landstraße. Wer auf die Renne will, sollte hier vielleicht ein paar noch bessere Komponenten verbauen.

Technik

Antiweeliecontrol, was das brauche ich nicht. Oh doch. Die KTM tendiert sogar noch im 3 in Richtung Himmel, wenn es sein muss. 😉
Ansonsten hat KTM sie auch weiter vollgestopft mit allerlei Technik, diese funktioniert auch sehr unauffällig und gut, bis auf die „Launch Control“.

Die Launch Control

Dies soll laut KTM, im „Track Modus“ dafür sorgen, dass man im Stand Vollgas gibt, aber die KTM die Drehzahlt auf 6500 U/min begrenzt. Daraufhin kann man langsam die Kupplung kommen lassen und es soll vorwärts gehen. So sollen auch Anfänger in den Genuss einer super Beschleunigung zu kommen. Leider ist die Realität eine andere. Die KTM begrenzt die Drehzahl eben nicht, sondern der Drehzahlbegrenzer macht dies bei Vollgas! Wenn man jetzt die Kupplung kommen lässt, wäre das, meiner Meinung nach, fatal! Komplette 105 PS an der Kette und der Kupplung, aus dem Stand, das kann nicht gut gehen! Dann lieber ganz klassisch mit der Hand die Drehzahl begrenzen und ab durch die Mitte! 🏍 Ob KTM dies noch nachbessert, wir werden sehen.

Kurventraining beim ADAC in Hockenheim

Da ich die Grenzen der KTM erfahren wollte, habe ich mich bei einem Kurventraining auf dem Hockenheimring angemeldet. Dies war super. So habe ich mir mehr Gefühl erarbeitet und auch extremes Vertrauen gewonnen. Ich würde es wieder machen und bin daher schon am Überlegen ein Training für Fortgeschrittene Teilnehmer zu besuchen. Ich werde berichten.

Urlaub in Südtirol

Das erste Mal nicht auf den Motorrädern nach Südtirol zu fahren war komisch. Wir entschieden uns aber dazu, weil wir so entspannter anreisen konnten und flexibler waren. Und das Wetter gab uns Recht. Soviel Regen wie in diesem Jahr, hatten wir noch nie in unserem Urlaub im Meraner Land. Aber es gab auch trockene Tage, diese nutzen wir immer wieder zum Motorrad fahren. Und das war ein Spaß. Die KTM 790 Duke ist wie gemacht für die kleinen und engen Straßen der Alpen, nimmt auch mal einen nicht ganz einwandfreien Belag nicht krumm und verwöhnt den Fahrer mit der Leistung des Motors und dem tollen Quickshifter. Es war toll. Nachzulesen hier…

Umbauten

Für mich gehört es einfach dazu. Ein Motorrad kann und darf bei mir nicht so bleiben wie ich es gekauft habe. So habe ich einiges verändert und angepasst und so für mich die optimale 790 Duke gebaut. Ob sie jedem so gefällt, ist mir egal! Aber wer zum Beispiel den Windschutz bei 200 km/h auf der Autobahn schon mal genossen hat, sagt nichts mehr über die Puig Scheibe!
Nerven und Zeit haben mich die Vibrationen bei Vollgas gekostet. Diese konnte ich nicht zuordnen. Nach langem hin und her, fand ich den Übeltäter. Die Puig R12! 🤬 Nach dem Umrüsten auf GSG, ist Ruhe. Wen man es weiß! 🙄
Für mich der letzte Umbau im Jahr 2018, war die Griffheizung. Diese ist aber ein „Muss“! Gerade in der nicht so warmen Jahreszeit möchte man nicht mehr auf sie verzichten.

„Fahrzit“

Die KTM 790 Duke ist ein gutes Motorrad, man muss sich aber auf sie einlassen. Wenn man dies tut, wird man ihr verfallen! Sie ist so leicht, handlich, schnell und noch dazu sparsam, was will man mehr.

Und wie geht es weiter?

Das Jahr ist schon fast rum, ob ich bei diesem Wetter noch mal Lust und Zeit finde zu fahren, wird sich zeigen. Da Kathi aber auf dem Parkplatz auf mich wartet, werden wir bestimmt noch die eine oder andere Runde fahren. Ansonsten ist nach der Saison, vor der Saison. Mal schauen was wir zwei noch alles unter die Räder nehmen und zusammen „erfahren“.

Wie war euer Jahr mit der KTM 790 Duke? Was habt ihr erlebt? Steigt ihr um auf die KTM 790 Duke R oder auf die 790 Adventure? Was soll ich noch testen für euch? Hinterlasst einfach einen Kommentar.

Bis zum 23.12.2018 habt ihr sogar noch die Möglichkeit einen Kalender zu gewinnen.

 

 

Marc

Hi, mein Name ist Marc. Ich bin der Gründer von www.marcmachtblau.de. Hier möchte ich euch etwas über unsere Ausflüge in unserer Region (RNK), Zukunft Radverkehr, Mobiliät, Technik und unsere Motorräder berichten. Du findest mich auch bei Facebook, Twitter, Youtube, Pinterest, Instagram und bei Flickr "Genieße jeden Tag, es könnte Dein letzter sein!" Euer Marc

4 Gedanken zu „Mein Jahr mit der KTM 790 Duke – Erfahrungen

  • 26. Juli 2019 um 12:01
    Permalink

    Hallo Mark,
    sehr interessanter Bericht, insbesondere auch für mich, da ich z.Z. ebenfalls noch NC 750 fahre, nach einem Nachfolger Ausschau halte und die Duke 790 auf meiner Liste der möglichen Kandidaten steht. Bist du immer noch von der Duke begeistert oder würdest du dich im Nachhinein anders entscheiden? Hast du mittlerweile gar ein anderes Motorrad schon im Auge?

    Grüße
    Andi

    Antwort
    • 26. Juli 2019 um 12:38
      Permalink

      Hallo Andi,

      ich fahre noch die KTM 790 Duke. Werde dies auch weiterhin machen. Hatte am Anfang ein paar Probleme, die so langsam alle ausgeschaltet scheinen. Das Motorrad fährt sich wirklich genial. Ob man die ganzen Helferlein benötigt, sei Mal da hingestellt, aber es ist schön sie zu haben. Habe aktuell auf ein Wilbers Federbein umgebaut und bin total angetan von der Verbesserung. Fahrbericht zum Wilbers Federbein

      Hoffe es bleibt so. Wenn ich NC fahren will, kann ich dies ja immer noch mit der NC700S meiner Frau. Aber unter uns, manchmal fehlt mir meine NC750X DCT schon. War und ist ein super Motorrad. Habe mir schon überlegt sie sogar, wenn die Möglichkeit besteht, wieder zurück zu kaufen. Da ich mit dem Käufer im regen Kontakt stehe und er ebenfalls glücklich ist, aber auch etwas mehr Leistung sucht! (Das alte Spiel 😉 )

      Antwort
  • 23. April 2019 um 0:12
    Permalink

    Hi Marc. Vielen Dank für Deinen tollen Artikel. Hoffentlich hast du noch viel Spaß mit deiner Duke.

    Ich habe nun nach 15 Jahren Autofahren Lust auf ein motorisiertes Zweirad bekommen und habe mir zum Üben letztes Jahr einen 125er Roller angeschafft. Nach nun 5000 km möchte ich den A Schein machen und überlege mir eine Duke 790 zu holen. Meinst du, dass sie für einen Anfänger dank der vielen technischen Helferleins geeignet wäre?

    Antwort
    • 23. April 2019 um 5:57
      Permalink

      Hallo Martin,

      Die 790er hat schon ordentlich Dampf. Aber ich finde schon das sie auch für Anfänger ist. Die meisten Motorräder funktionieren für Anfänger. So lange diese sich beherrschen können und nicht zu arg am Hahn drehen.

      Kannst dich gerne noch einmal melden und sagen was es bei dir wurde!

      Wünsche dir allzeit gute Fahrt!

      Marc

      Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu!